Herstellung eines Diamanten

Die Herstellung eines Diamanten aus der Asche, eines Verstorbenen ist aufwendig und energieintensiv.   

Nach der Feuerbestattung bleibt kein Kohlenstoff übrig, um das Ausgangsmaterial für die Diamantenbestattung zu haben, deshalb werden die eigentlichen Entstehungsbedingungen von Diamantkristallen nachgebildet und externer Kohlenstoff zugefügt.  

Die Technologie zur Herstellung von kultivierten Diamanten, die bei der Diamantbestattung Anwendung findet, ist sehr aufwendig und setzt ein hohes Maß an Know-how voraus. In einem Hochdruck- und Hochtemperaturverfahren wird Graphit in einer hydraulischen Presse bei einem Druck von bis zu 60.000 bar und Temperaturen über 1.600°C zusammengepresst.

Der Prozess dauert insgesamt mehrere Wochen, dadurch entstehen die hohen Kosten der Diamantbestattung.  

Der dann entstandene Rohdiamant weist eine Größe von 0,4 bis 1 Karat auf. Die „Bestattungsdiamanten“ schimmern bläulich oder andersfarbig, da kleinste Einschlüsse vorhanden sind.

Bei der Bearbeitung des Steins sind folgende Arbeitsgänge zu unterscheiden: Voruntersuchung, Sägen oder Spalten, Schleifen, Reiben und Polieren. Bevor mit der eigentlichen Bearbeitung eines Schmucksteins begonnen wird, muss der Schleifer das Innenleben des Rohstücks studieren, er muss die Struktur des Diamanten kennenlernen und Einschlüsse beurteilen. Das geschieht unter der Lupe und kann mehrere Wochen dauern. Diamanten mit matter Oberfläche werden angeschliffen, damit man in das Innere des Diamanten blicken kann.

Muss der Diamant in mehrere Fragmente geteilt werden, so kann man ihn mit einem Messer und leichten Schlägen darauf spalten. Durch innere Spannungen und verdeckte Risse im Rohdiamant können dabei den Verlust des kompletten Diamanten verursachen, deshalb ist man dazu übergegangen Diamanten zu sägen bzw. mit Lasern zu schneiden. Um einen Einkaräter von 6-7mm Durchmesser zu zersägen braucht man etwa 5-8 Stunden, wodurch weiter Kosten für die Diamantbestattung entstehen. Beim nächsten Arbeitsgang, dem Reiben, Rundieren oder Grauen, erhält der Stein seine Rohform mit Ober- und Unterteil. Dabei werden zwei Diamanten – einer in eine kleine Drehbank eingespannt, der andere auf einem Kittstock von Hand geführt – so gegeneinander gerieben, dass sich die Steinkanten entsprechend der doppelkonischen Brillantform runden.

Die Technik des Schleifens erfordert sehr viel Erfahrung. Auf einer horizontal laufenden, mit Diamantpulver und Öl bestrichenen, etwa 30 cm großen Stahlscheibe werden die Facetten des Diamanten, der in einer Greifzange eingespannt ist, bei 2000 – 3000 Umdrehungen pro Minute geschliffen. Die Anlage aller Facettenflächen und die Stellung eines jeden Winkels werden von erfahrenen Schleifern ohne aufwendige Instrumente, nur mit Auge und Lupe kontrolliert.  

Der Materialverlust beim Schleifen von Diamanten ist groß und kann sogar

65 % vom Ursprung ausmachen.